Die Vereinbarung zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid über eine Ausleihe von Achraf Hakimi soll keine Kaufoption für den Bundesligisten vorsehen. Das bekräftigt heute auch noch einmal der "kicker" in seiner Printausgabe. Dem Fachblatt zufolge wurde dem BVB für die Zukunft aber eine bevorzugte Position eingeräumt.
Dortmund habe sich ein sogenanntes Matching Right zusichern lassen. Sollte Real den 19-jährigen Außenverteidiger im Anschluss an das Leihgeschäft verkaufen wollen, hätten die Westfalen das Recht, mit den Angeboten von Drittklubs gleichzuziehen und sich somit zu denselben Konditionen den Zuschlag zu sichern.
Gegenwärtig ist das natürlich noch Zukunftsmusik, denn die Borussia hat den Marokkaner bis 2020 ausgeliehen.


Wird Toljan im Gegenzug nach Madrid wechseln?
Im Endeffekt ist das Risiko so für den BVB sehr gering, auf der anderen Seite würde sich Hakimi ggfs. eh nach 2 Jahren für einen anderen Club entscheiden, wenn er richtig einschlägt.
Ist also nicht die schlechteste Lösung, auch wenn das Matching Right sicherlich eine Farce ist. :-)
Ich interpretiere diese Klausel so, dass der BVB einen Zugriff auf die Einigung über eine Ablöse zwischen Real Madrid und einer dritten Partei hat. Sollte der BVB die Klausel ziehen, schließe ich eine Nachverhandlung seitens der dritten Partei aus, weil das nichts anderes als Verhandlungen mit mehreren Vereinen über eine entsprechende Ablöse bedeuten würde, Die Klausel wäre also nutzlos. Eine Einigung mit dem Spieler würde dennoch seperat erfolgen, so dass der Spieler die Möglichkeit hat, einen etwaigen Vertrag abzulehnen. Ingesamt ist die Klausel besser als keine Vereinbarung, jedoch kann sie natürlich durch einen finanzstarken Verein umgangen werden, indem dieser sich mit Real Madrid auf einen sehr hohen Ablösebetrag einigt.
Lassen wir den Jungen doch erstmal beim BVB ankommen, in 1,5 Jahren kann man sich dann Gedanken um die vertraglichen Dinge machen. Schön hinter Pisczu aufbauen und dann mal abwarten. Real hat in den kommenden Jahren alles andere als Bedarf auf der RV Position, mal abwarten wie es dort in zwei Jahren aussieht und wenn er sich auf Dauer durchsetzen sollte und sich beim BVB wohlfühlt, wird man sich schon einigen wenn Real ihn wirklich abgeben sollte.
Außerdem müssten sie vermutlich auch beim Gehalt mitgehen. Sagen wir mal, Chelsea bietet dann 35 und die Dortmunder denken sich: ok, die 5 Mio legen wir auch nach, geben ihm aber dafür viel weniger Gehalt, damit es sich rechnet. Da wird Hakimi not amused sein, wenn er kein Veto einlegen darf und egal welches Gehalt akzeptieren muss.
Ich habe es schon unter der anderen News geschrieben: entweder ist er in zwei Jahren zu schlecht für einen Verein a la BVB. Oder, wenn er gut genug sein sollte, darf der BVB zwar bei Geboten mitgehen, kann aber nicht mit den CL-Größen mithalten.
Das realistische Fenster ist hier sehr schmal. Es sei denn der BVB rutsch in zwei Jahren endgültig in die EL-Klasse ab und Hakimi erweist sich ebenfalls nur als oberer Durchschnitt. Dann könnten sie tatsächlich von der Klausel profitieren.
Mittlerweile gibt es schon recht komische Klauseln. Was soll so ein Vorzugsrecht bewirken? Sagen wir mal, Chelsea würde in zwei Jahren 30 Mio bieten, dann bekäme der BVB den Vorzug bei 30 Mio - schon klar. Aber schaut Chelsea dann zu, wie der BVB den Spieler bekommt oder legen die dann nicht einfach noch 5 Mio drauf?
Na erstmal schauen wie er sich beim BVB so präsentiert und entwickelt und dann wird man sehen was in 2 Jahren passiert....
Mehr war vermutlich nicht dran, da er vom Potential her bei Real in 2 Jahren durchaus Chancen auf S11 hat.