"Normalerweise", formulierte es Thomas Tuchel auf der heutigen Pressekonferenz, sei der Einsatz der Innenverteidiger Mats Hummels und Sokratis im Bundesliga-Schlager gegen den VfL Wolfsburg ausgeschlossen. Beide liegen seit vorgestern mit einem Magen-Darm-Virus flach. Bedeutet das im Umkehrschluss die Rückkehr von Neven Subotic in die schwarz-gelbe Startelf? Nicht zwangsläufig. Oder um es mit den Worten des Coaches zu sagen: "Wer weiß?"
Wer erhält den Vorzug: Subotic oder Ginter?
Zweifel daran, dass Sven Bender – der mittlerweile als Innenverteidiger Nummer 3 gilt – auf jeden Fall einen der zwei Innenverteidigerposten besetzen wird, gibt es kaum. Für Subotic als seinen Partner spricht die Erfahrung des einstigen Stammverteidigers, gerade auch in den wichtigen Spielen. Dementsprechend könnte der robuste Serbe genau der richtige Gegenspieler für Wölfe-Knipser Bas Dost sein.
Andererseits kann er in der laufenden Saison kaum Spielpraxis vorweisen, musste als langjähriger Leistungsträger im gut besetzten BVB-Kader das Schicksal des sogenannten Härtefalls über sich ergehen lassen. Lediglich zwei Pflichtspieleinsätze zieren seine Bilanz unter Tuchel, bei zehn von 14 Ligapartien saß er sogar nur als Zuschauer auf der Tribüne.
Daher gilt Mannschaftskollege Matthias Ginter als ernst zu nehmende Option für das Abwehrzentrum. Der 21-Jährige schaffte in seinem zweiten Jahr bei den Westfalen als Rechtsverteidiger seinen Durchbruch, steuerte bereits zwei Tore und sieben Vorlagen bei. Als Außenverteidiger stünde dann Lukasz Piszczek bereit.
Aufgrund des Ausfalls von Julian Weigl ergibt sich demgegenüber auch die Möglichkeit, Allrounder Ginter im defensiven Mittelfeld aufzubieten (was ebenso für Bender gilt). Tuchel stehen also eine Reihe von Konstellationen offen. In die Karten schauen ließ er sich heute indes nicht.


















