Für Pablo de Blasis scheint die Zeit beim 1. FSV Mainz 05 am Ende der Saison abzulaufen. Nach rund vier Jahren Vereinszugehörigkeit liebäugelt der Argentinier nach einer für ihn schweren Saison mit einem vorzeitigen Abschied. Das Arbeitspapier bei den Nullfünfern läuft noch bis 2019.
"Ich mache am Samstag mein letztes Spiel für Mainz. Diese Runde war lang und schwierig. Ich habe fast drei Monate nicht in der Startelf gestanden. Und da habe ich mich nicht gut gefühlt", bilanzierte der 30-Jährige laut "Allgemeine Zeitung" die laufende Spielzeit.
Ein zukünftiges Arbeitsverhältnis mit einem anderen Bundesligisten sei hingegen aber kein Thema. "Ich möchte nicht innerhalb Deutschlands wechseln, sondern am liebsten in ein anderes Land, um auch mal etwas anderes kennenzulernen. Spanien würde mir gut gefallen", so de Blasis. Ein konkretes Angebot wurde für die Dienste des Flügelspielers allerdings noch nicht hinterlegt.
Sportvorstand Rouven Schröder möchte momentan nichts von Vertragsverhandlungen wissen: "Wir wollen erst mal die Saison zu Ende spielen und am Samstag mit unseren Fans feiern. Danach werden wir dann Gespräche führen." Für seinen Schützling hatte er dennoch ein paar lobende Worte parat: "Pablo hat noch ein Jahr Vertrag. Er hat eine überragende Rückrunde gespielt und maßgeblich dazu beigetragen, die Liga zu halten."
Im Trikot der Mainzer absolvierte de Blasis bislang 112 Pflichtspiele, in denen er 35 direkte Torbeteiligungen markieren konnte.


Nachvollziehbar, aber sehr schade! Er hat sich immer reingehauen, wunderbare Kopfballtore gemacht und hat zumindest ein bisschen den Soto-Vakuum gefüllt.
Auch wenn keine direkte Kritik an Sandro dabei war, wiegen solche Aussagen von einem absoluten Publikumsliebling natürlich schwer. Auch wenn man sagen muss, dass er eben genau im Winter in einem Formtief gesteckt hat und wahrscheinlich zurecht ein paar mal auf der Bank saß. Trotzdem sehe ich schon jetzt die nächste Trainerdiskussion (und wenn auch nur in den sozialen Medien) losbrechen. Wir haben ja bereits gesehen, wie das bei Viktor Fischer zur Sache ging...
Klasse, schon wieder ein Spieler, der, offenbar nicht mit der sportlichen Führung abgesprochen, nach vorne prescht und seinen Abschied verkündet, obwohl er noch ein Jahr Vertrag hat.
„Überragende Rückrunde“, meint Schröder. Naja, die letzten 5 Spiele waren jetzt gut, 4 Tore, 2 davon Elfmeter. Aber davor war das die ganze Saison über echt nicht viel von ihm, wie bei den meisten Mainzern.
Pablo hatte in dieser Saison auch viele schlechte Spiele und war zurecht einige Spiele außen vor. Jetzt kommt das große ABER: Er lebt Mainz 05 und verkörpert die wichtigen Tugenden: Rennen, Kampf, Willen und Einsatz bis zur letzten Sekunde. Deshalb ist er der unangefochtene Publikumsliebling und ist / war der klare Favorit auf eine Nachfolge von Soto oder Noveski als nächster Mainzer Held. Ich hoffe, dass man ihn irgendwie zum Bleiben bewegen kann, fürchte aber, dass es ihn nach Spanien zieht.