Anthony Modeste vom 1. FC Köln hat dieser Tage regelrecht die Seuche am Fuß. Zuletzt unter Beweis gestellt in der Partie gegen den FC Augsburg (0:1), als der 27-Jährige sowohl eine dicke Chance aus dem Spiel heraus liegen ließ als auch einen Strafstoß vergab – wenngleich der Gegner einen wenig ruhmreichen Beitrag zum letztgenannten Vorkommnis beitrug.
Unterm Strich blieb es aber auch am vergangenen Wochenende dabei, dass Modeste seit dem achten Spieltag – beziehungsweise seit 615 Minuten – nicht mehr für die Rheinländer getroffen hat. Was den FC und seinen Trainer Peter Stöger durchaus beschäftigt. Findet sich der Torjäger beim nächsten Mal zunächst auf der Ersatzbank wieder? Auf die Nachfrage, ob dem Franzosen eine Verschnaufpause bevorstehe, antworte der Coach laut "Kölnische Rundschau" gestern: "Das werden wir in dieser Woche mit ihm besprechen."
Gegen Bremen zum ersten Mal ohne Modeste?
Es gehe dabei darum, was das Beste für Modeste ist, so der Österreicher weiter. Hat der Stürmer das Gefühl, sich der Last nur im Spiel entledigen zu können, werde man ihm weiter das Vertrauen schenken. Gelangt Stöger demgegenüber zu der Erkenntnis, dass sich Druck von ihm nehmen lasse, "indem es andere einmal richten sollen", sei es auch gut. Im Vordergrund stehe ausschließlich, dass Modeste das "Vertrauen in seine Qualität und in unsere Unterstützung" nicht verliere.
Dabei handelt es sich genaugenommen gar nicht nur um eine Flaute des Neuzugangs, sondern der gesamten Kölner Offensivabteilung: Sechs der letzten sieben Bundesliga-Spiele endeten ohne eigenen Treffer für die Geißböcke. Die anderen Akteure rücken im Vergleich zu Modeste, der zu Beginn der Saison der Torgarant schlechthin war (6 Tore – 4 Vorlagen) und damit die Erwartungen an ihn in die Höhe schraubte, lediglich nicht so sehr ins Rampenlicht.
Aber auch Yuya Osako (1 Tor), Philipp Hosiner (1), Leonardo Bittencourt (0) und Simon Zoller (3), der sich ebenfalls zuletzt an Spieltag 8 als Torschütze eintrug, kriegen die Torlosigkeit nicht in den Griff. Dementsprechend merkte jüngst FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke treffend an, dass es sich um "keine Anthony-Modeste-Torflaute, sondern eine der ganzen Gruppe" handele. Der Manager schob mit leichtem Sarkasmus hinterher, dass eine derartig ungerechte Betrachtungsweise "sehr angenehm für die Jungs" sei.







