Nach dem 1. FC Nürnberg hat mit dem VfB Stuttgart der nächste krisengebeutelte Bundesligist seinen Sportvorstand beurlaubt: Der Aufsichtsrat hat Michael Reschke seines Amtes enthoben – seine Nachfolge tritt mit sofortiger Wirkung Präsidiumsmitglied Thomas Hitzlsperger an, bis dato Direktor des Nachwuchsleistungszentrums.
Ungeachtet der Erfolge, die Reschke als Sportvorstand der Schwaben vorzuweisen hat (Platz 7 nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga), war der Aufsichtsrat des abstiegsbedrohten Klubs "nicht mehr überzeugt davon, dass in der bestehenden Konstellation die notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen werden können", so der Vorsitzende Wolfgang Dietrich.
Ex-Profi Hitzlsperger wiederum bedankt sich für das in ihn gesetzte Vertrauen: "Nach der Beendigung meiner aktiven Karriere habe ich in den vergangenen zweieinhalb Jahren beim VfB Stuttgart in sportlicher Verantwortung viele wichtige Erfahrungen gesammelt und wertvolle Kontakte geknüpft und vertieft. In meiner neuen Funktion als Sportvorstand werde ich nun alles daransetzen, beim VfB die Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln und gleichzeitig in einem starken Team die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen."
Thomas ##Hitzlsperger, bislang Direktor des Nachwuchsleistungszentrums und Mitglied des Präsidiums des VfB Stuttgart 1893 e.V., wird ab sofort neuer Sportvorstand. #VfB pic.twitter.com/UiSoEJ3vxa
— VfB Stuttgart (@VfB) 12. Februar 2019


Gomez und Badstuber freuen sich ;)
Fehlt nur noch Hildebrand als Co-Trainer oder ähnliches.
Der Thomas ist kompetent, unaufgeregt und loyal. Ich hoffe, er bekommt Zeit und Handlungsfreiheit.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
Ich glaube ja nicht, dass er sich nach so einem Abgang zur Ruhe setzt. Interessant könnte werden, wo er landen wird/will. Bezweifle ja, dass er sich nochmal einen Verein Platz 10 und abwärts antut. Für alles weiter oben, dürften die letzten Transfers keine wirkliche Bewerbung sein. Höchstens bei den Vereinen, wo er bereits gute Arbeit verrichtet hat...Wenn sich da mal nicht Tante Käthe in Sachen Nachfolgeregelung um einen Kandidaten reicher sieht.
Bei Bayern dürfte „der schlaue Herr Reschke“ kein Thema mehr sein....
Jansen im Hamburg, Hitze in Stuttgart - fehlen nur noch Poldi in Köln und Schweini in München und die Nutella Boys haben den deutschen Profifussball übernommen.
#fums
Nur mal so: Welche Qualifikation bringt Hitzlsperger denn mit (ernst gemeinte Frage)? Reschke geht, wird durch Hitzlsperger ersetzt mitten in der Saison – und vor allem nach jeglicher Transferphase – und Weinzierl darf bleiben. Das wirkt eher wie Chaos und Streit und dürfte der letzte Nagel im Sarg sein.
Denke, Reschke war für eine Ablösung von Weinzierl und der Aufsichtsrat dagegen. Wie auch immer, qualitativ ist das ein großer Rückschritt. Aber The Hammer kann die Niederlagen nun sicher sehr mediengerecht kommentieren, war ja quasi seine Hauptaufgabe im Fußball-Zirkus bisher. Und Twittern.
Hitzige Debatte hier...
Weinzierl hätte man nach der letzten absolut desolaten Leistung gegen D'dorf eigentlich noch auf dem Heimweg feuern müssen. Warum hat man es nicht gemacht? Der neue hätte mit Heimspiel gegen Leipzig eine (Stand jetzt) schier unlösbare Aufgabe vor der Brust, hätte im Falle der (erwartenden) Niederlage gleich sein Feuer wieder verschossen.
Guter Mann, wohl aber nicht in der richtigen Position. Seine Transfers waren nicht schlecht, viele hätte man dem VfB nicht unbedingt zugetraut. Für die AK und die frühzeitige Vertragsverlängerung vor der WM 2018 bei Pavard klatschen sie Reschke heute noch auf die Schulter. Gomez, Castro, Didavi... Prinzipiell alles ziemlich gute Transfers für den VfB.
Zu so einer Position gehört aber wohl mehr dazu als Fußballsachverstand. Hätten die Bayern nicht erst Leverkusens Chefscout verpflichten können, würde ich Reschke gerne wieder in der zweiten Reihe bei Bayern sehen. Ich schätze ihn als einen Topmann ein, nur eben nicht unbedingt als Sportdirektor.
Hoffentlich nimmt der Reschke nicht die Ausfahrt nach Nürnberg...!