Der VfL Wolfsburg setzt auf Bruno Labbadia als Nachfolger für den gestern zurückgetretenen Chefcoach Martin Schmidt. Der als Feuerwehrmann geltende Fußballlehrer übernimmt in der Autostadt den vakanten Trainerposten. Die Parteien einigten sich auf eine Zusammenarbeit bis Mitte 2019.
"Wir freuen uns sehr, dass wir Bruno Labbadia für den VfL gewinnen konnten. Jetzt müssen wir alle nach vorne schauen und unsere Aufgaben mit Ruhe und Geschlossenheit angehen", kommentiert Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher die zügig erfolgte Realisierung der Zusammenarbeit. Heute Nachmittag leitet der neue Mann seine erste Einheit.
Labaddia war seit dem Aus beim Hamburger SV im September 2016 ohne Verein und fühlt sich dementsprechend "ausgeruht", wie er angibt. In seiner Trainerkarriere zeichnete er außerdem schon beim VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen, Greuther Fürth und Darmstadt 98 verantwortlich.
Bruno Labbadia ist neuer Cheftrainer der Wölfe. Der 52-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2019 und leitet seine erste Trainingeinheit um 16 Uhr. #VfLWolfsburg pic.twitter.com/wuGWjZSbQT
— VfL Wolfsburg (@VfL_Wolfsburg) 20. Februar 2018

Labbadia trainiert sicher mit Absicht anfangs Saison kein Team (denn das würde langfristige und kaderbedingte Planung bedeuten) und geht entspannt in die Bundesliga-Saison, da er weiss, dass es nicht lange dauern wird und bei jeder Trainerentlassung zuerst ihm angerufen wird...
Seine Nummer ist sicher bei jedem Sportchef schon unter Notfallnummer gespeichert.
Was ist mit Keller? Der war doch bei Union sehr erfolgreich, warum findet der keinen neuen Verein?
Wolfsburg, Hamburg, Köln. Jetzt wird es unten also auch noch total unspannend. Die letzten Jahre war Abstiegskampf immer das spannende und selbst das wird einem nun genommen :(
@amused: es ist gut zwischen all den Kommentaren auch mal eine Stimme der Vernunft lesen zu können - danke dafür!
Ich habe übrigens einen guten Job von Labbadia beim HSV wahrgenommen... jedenfalls hat zu seiner Zeit die allgemeine Verzweiflung im Club nicht ausbrechen müssen. Das Korkut bashing ist auch noch nicht vorüber... und eine Selbstreflexion wirds auch nicht geben... Schade sowas!
Nie mehr 1. Liga, nie mehr, nie mehr, nie mehr! :-)
Der Vfl benötigt jetzt keinen Fußballlehrer, sondern einen Feuerwehrmann, der die Spieler an der Ehre packt. Ist nicht gerade schwer sowas verstehen zu können.
Wenn ich mich richtig erinnern sollte, hat er Hamburg vom 18. Tabellenplatz in die Relegation gerettet. Und die Saison danach lief ziemlich gut, wenn man mal bedenkt was er da eigentlich trainiert hat.
Schön paar Spielerfrauen verhaften, paar Spiele in folge verlieren und wieder vom Acker machen. Der Lifestyle eines Brunos.
Denke aufgrund der Kürze der Zeit die Personalentscheidung, welche auch die größte Hoffnung auf einen Nichtabstieg bietet. Alle anderen gehandelten Namen würden doch die größeren Wundertüten bedeuten und dass sich das zB ein Weinzierl, Keller oder Kocak nicht antun wollen finde ich auch vollkommen nachvollziehbar.
Im Vergleich zu den Jahren davor der gefühlt schwächste VFL-Kader überhaupt.
Sehe aber auch hier das große Problem bei Rebbe, der mMn keine guten Transfers getätigt hat. Wobei auch hier Allofs schon schwache Vorarbeit geleistet hat.
Labbadia hat beim HSV keinen schlechten Job gemacht. Als er zuletzt übernommen hat, war der HSV bei allen klar abgestiegen. Die Rettung war nicht weniger als ein Wunder (so wie später bei Gisdol). In der Folgesaison hat er den HSV mit diesem Team auf Platz 10 gebracht, was fast noch ein größeres Wunder war.
Der Beginn der Saison 2016/17 hatte folgende Gegner in den ersten 10 Spieltagen:
Bayer
Leipzig
Bayern
Dortmund
Dazu noch Freiburg auswärts, Köln auswärts, Berlin auswärts, Gladbach auswärts, alles schwere Spiele.
Frankfurt und Ingolstadt zuhause hätten Siege sein müssen.
Klar, er hätte in diesen Partien mehr Punkte holen können, aber wenn es dumm läuft eben nicht. Als Gisdol übernahm kamen dann Bremen, Augsburg, Mainz, Darmstadt. Ich glaub, da hätte dann auch Labbadia wieder gepunktet, aber ein Trainerwechsel pusht eben auch.
Diese Saison fing übrigens auch wieder so an. Nach zwei Siegen kamen innerhalb von 7 Spieltagen Bayern, Leipzig, Dortmund und Leverkusen. Nur dass Gisdol gegen die "Kleineren" auch nichts einfuhr.